Passau (stm) – Erstmals in der Geschichte der Donauschifffahrt hat eine Werft ein Frachtschiff vom Stapel gelassen, das mit Allradantrieb ausgestattet ist. Damit reagiert die Werft auf das anhaltende Niedrigwasser im zweitlängsten Fluss Europas.
Das anhaltende Niedrigwasser in der Donau stellt die Schifffahrt vor große Probleme. Der Frachtverkehr auf dem Fluss zwischen Kehlheim und dem Schwarzen Meer ist praktisch zum Erliegen gekommen. Es gibt bereits Lieferengpässe in Städten entlang des Flusses.
Da auch in zukünftigen Jahren vermehrt mit solchen andauernden Niedrigwasserständen in der Donau zu rechnen ist, hat eine Werft in Passau jetzt das erste Donaufrachtschiff mit Allradantrieb gebaut und vom Stapel gelassen. Damit es sich auch bei Niedrigwasser am Grund der Donau fortbewegen kann, ist es an jeder Schiffseite mit acht Reifen ausgestattet. Jeder dieser Reifen hat eine Höhe von ca. 3 Metern.
Das Motorschiff der Klasse DNL 2.000 L hat eine Länge von knapp 102 Metern, eine Breite von 14 Metern und eine Motorleistung von insgesamt 1.030 kW. Es kann Fracht von bis zu 2.000 Tonnen transportieren. Die maximale Geschwindigkeit auf Rädern beträgt etwa 20 km/h.
Die Werft berichtet, dass sie bereits auf Jahre hinaus volle Auftragsbücher verzeichnet. Beinahe jedes große Frachtunternehmen, das Güter auf der Donau transportiert, habe eines oder mehrere Radfrachtschiffe geordert.
Bildnachweis: Bild KI-Generiert (ChatGPT)
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