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Klimawandel: Schweiz erlaubt Alpwirtschaft mit Kamelen

Klimawandel: Schweiz erlaubt Alpwirtschaft mit Kamelen
Bild: Klimawandel: Schweiz erlaubt Alpwirtschaft mit Kamelen

Klimawandel: Schweiz erlaubt Alpwirtschaft mit Kamelen

Bern (stm) – Der Klimawandel betrifft alle Regionen der Welt, auch die Alpenländer. Jetzt hat die Schweizer Regierung beschlossen, dass zukünftig die Schweizer Alpen auch mit Kamelen bewirtschaftet werden dürfen.

Der Klimawandel erreicht auch die Alpen. Gletscher schmelzen, einst saftig-grüne Alpwiesen verwandeln sich in Wüsten. Eine traditionelle Bewirtschaftung der Alpen mit Kühen wird immer schwieriger und unrentabler. Dem hat die Schweizer Regierung jetzt Rechnung getragen.

Ab der nächsten Alpsaison, die im Mai oder Juni beginnt, dürfen die Schweizer Alpen auch mit Kamelen bewirtschaftet werden. Diese sind bekanntlich ideal an die immer heißer werdenden Temperaturen auf den Alpen angepasst. Kamele können längere Zeit ohne Wasser auskommen und kommen auch mit dem immer spärlicheren Nahrungsangebot der ehemals grünen Alpwiesen gut zurecht.

Reto Bodmer, Kamelzüchter und Sprecher der Initiative „Kamele für die Alpen“, begrüßt den Beschluss der Eidgenössischen Regierung: „Wir begrüßen den Beschluss der Eidgenössischen Regierung. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung und zeigt, dass die Schweiz sich den sich ändernden klimatischen Begebenheiten anpasst, in vielen Bereichen Vorreiter ist und pragmatische Lösungen für die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft findet. Kamele sind die idealen Tiere für die Schweizer Alpen. Sie sind genügsam, optimal an die heißen Temperaturen angepasst und sie geben außerdem hochwertige Milch!“

Bodmer gibt jedoch zu, dass ein Milchkamel nur etwa 5 bis 10 Liter Milch und damit nur etwa die Hälfte einer Milchkuh auf der Alp gibt. „Um 100 Liter Alpmilch am Tag zu erzeugen, braucht man etwa 5–8 Kühe – oder 10–20 Kamele“, erklärt der Kamelmilchbauer. „Dafür können wir aber rund anderthalb Mal so viele Kamele auf der gleichen Weidefläche halten. Mit anderen Worten: Wo normalerweise 20 Kühe sömmern, können jetzt ungefähr 25 bis 30 Kamele gehalten werden. Die Milchmenge wird deshalb nur minimal reduziert.“

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